Multiple Diversität – Existenzielle Herausforderungen für Boards und Top‐Management‐Teams

In der aktuellen Debatte wird die Heterogenität von Spitzengremien (Top‐​Management‐​Teams, Aufsichtsräten, Supervisory Boards, Boards of Directors) aus ganz unterschiedlichen Gründen als erstrebenswert angesehen. – Der Artikel nimmt aus existenzieller Perspektive Bezug auf eine aktuelle profunde Kritik von Ely & Thomas, die vor bereits 25 Jahren den Paradigmenwechsel für ›Diversity‹ eingeläutet haben. – Hieraus ergeben sich Fragestellungen, zu denen dieser Beitrag von Georg Martensen Antworten anbieten möchte: »Auf welche Weise lassen sich multiple Veränderungen auf Top‐​Management‐​Ebene in ihren Auswirkungen auf Organisationen existentiell verstehen? Welchen Verständnisrahmen bietet existenzielles Denken dafür an, der zugleich handlungsleitend ist. Welchen Beitrag muss bzw. kann das Top‐​Management‐​Team, das Board hierin übernehmen? Und was braucht es dazu an Verständigung über die Gemeinsamkeit des Menschseins innerhalb von Organisationen und gegebenenfalls der Entwicklung einer inneren Haltung? – Und auf welche Weise ist dieser Weg zu gehen?« Lesen »

Arbeit und Sein – Von Sinndruck, Purpose und hybrider Arbeit

Hans Rusinek beschäftigt sich in seinem Gastbeitrag mit dem steigenden Sinnbedürfnis im Beruf und resultierender Über‐ und Unteridentifikation. Dafür versucht er zunächst gesellschaftshistorisch den sich erhöhenden Sinndruck in Bezug auf die Arbeitsstelle nachzuverfolgen, um dann zwei mögliche Lösungen zu prüfen: Eine Hinwendung in Form von Purpose als gezielter Orchestrierung von beruflichem Sinn und eine Abkehr von der Sinnfrage im Hinblick auf eine fluidere und hybridere Zukunft der Arbeit. Lesen »

Führung und Einsamkeit

Mit zunehmender Führungsverantwortung droht: Einsamkeit. Der Mensch ist nicht nur ein soziales Wesen, wie es bei dem Thema Einsamkeit naheliegen mag. Er ist ein in vierfacher Weise auf Beziehung angewiesenes Wesen: Beziehung zur Umwelt (die physische Dimension), zur Mitwelt (die soziale Dimension), zur Eigenwelt (die psychologische/​personale Dimension) und zur Überwelt (die spirituelle/​transzendente Dimension). Einsamkeit bedroht diesen »Vierklang des Daseins« in existenzieller Weise: Am Ende bleibt der Mensch in allen entscheidenden Fragen allein. Er droht, sich, anderen und der Welt verloren zu gehen. Lesen »

Existenzialismus in der Zeit von Covid – Herausforderungen für ›Business‐​Leaders‹ jetzt!

Monica Hanaway (UK), renommierte Autorin zahlreicher Publikationen zu existenziellen Themen; Psychotherapeutin, Coach, Supervisorin und erfahrene Managerin und verehrte Kollegin, fordert in ihrem brandaktuellen Gastbeitrag ›Business‐​Leaders‹ dazu auf, »existenziellen Themen« und den sich auftuenden Fragen des Menschseins innerhalb der »existenziellen Dimensionen« von Organisationen besondere Aufmerksamkeit zu schenken und diese als Leitfaden für die Vorbereitungen für die Wieder‐​Öffnung von Unternehmen zu nutzen, bevor sie einfach zur Routine zurückkehren. – Sie beschreibt eindrücklich unter Bezugnahme auf die Existenziellen Themen, auf welche Weise die Auswirkungen der Covid‐​Pandemie geradezu zwiefältige Erfahrungen bei den Menschen ausgelöst haben werden. Dieses Phänomen sollte zwingend ins Bewusstsein der Führungskräfte eindringen.
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Der totale Zugriff der Organisation auf den Menschen

Der totalitäre Zugriff der Marktgesellschaft auf den ganzen Menschen hinterlässt seine Spuren. Bei gleichzeitiger umfassender Entgrenzung, Hyperinklusion und Selbstoptimierung schwinden Halt und Orientierung in Raum und Zeit. An die Stelle der eigenen Sinnsuche und ‑stiftung treten Purpose, Wellbeing und Spiritualisierung gerade auch von Arbeit. Das Ausgreifen auf den ganzen Menschen, auf seine räumliche und zeitliche Verfügbarkeit, bringt diesen in ein individuelles Drama und in existenzielle Not. Um unser Leben aber als erfüllt ansehen zu können, ist es wichtig, ein Leben zu leben, das wir selbst geschaffen haben. Und nicht ein Leben, dass sich der Marktgesellschaft unterwirft. Lesen »

Befunde zu Organisation, Führung und ihrer Beratung im Wandel

Georg Martensen erörtert in seinen »Befunden« grundlegende Entwicklungen zu aktuellen Führungsrealitäten und nimmt den stattfindenden Wandel aus vier Perspektiven unter die Lupe, indem er die Mechanik, die Dynamik, die Ideologie und die Tragik des Wandels beschreibt – nicht ohne einen existenziellen wie Hoffnung machenden Ausblick auf das Thema zu bieten. Lesen »