Führung existenziell verstehen – Dekonstruierende und rekonstruierende Überlegungen zu ›Existential Leadership‹

Der hier vorgelegte Kommentar ist der erste in einer geplanten Reihe zu Buchveröffentlichungen rund um das Thema ›Existenzielle Führung‹. Dieser bedient sich unter anderem der Methode der Dekonstruktion. Diese bezeichnet als sprachliche Verschränkung von Destruktion und Konstruktion ein Vorgehen, das dazu dient, als selbstverständlich hingenommene Wirklichkeiten, Gewohnheiten, Eindeutigkeiten bzw. Wahrheiten zu erschüttern bzw. aufzuweichen. Aus einem solchen Prozess des Infragestellens von Erkenntnis entsteht im besten Fall neue Erkenntnis. Und auch diese muss sich selbstverständlich Einwänden stellen und sich ihrerseits die Erschütterung dekonstruierender Fragen gefallen lassen. Dazu lädt dieser Beitrag ein.

Die Überlegungen werden entwickelt in einer kritischen Auseinandersetzung mit dem folgenden Buch: »Existential Leadership zum Erfolg: Philosophie und Praxis der Transformation«, von Philipp Johner, Dorothee Bürgi und Alfried Längle, [Haufe (2018, 203 Seiten)].

Im vorgenannten Sinne geht es also zunächst darum, das von den Autoren errichtete Gedankengebäude auf seine ›Belastbarkeit‹ hin zu überprüfen, indem sozusagen eine innere Konsistenzprüfung vorgenommen wird. Dies bedeutet vor allem die Auseinandersetzung mit der Konstruktion, das heißt mit der Art und Weise, ob und inwieweit zentrale Thesen des Werks sich ineinanderfügen, sowie die Verprobung auf deren konzeptionelle Standfestigkeit hin. Und zwar in Hinsicht auf die Verankerung in den darunterliegenden expliziten oder impliziten Prämissen. Aus den Elementen der Dekonstruktion und unter Rückgriff auf einschlägige existenzielle Konzepte werden sodann eigene konstruktive Überlegungen zu einer rekonstruierenden Erfassung und Einfassung des Phänomens ›Existential Leadership‹ entwickelt und zur Diskussion gestellt. Lesen »

Don Quijote und Sancho Pansa: Miguel de Cervantes zeigt uns Wesentliches über’s Menschsein und Leadership‐Tugenden

Was bewegt uns, in unserem Blog auf die Signatur von Don Quijote und Sancho Pansa zurückzugreifen? Was macht die Faszination dieses seltsamen Gespanns aus, das seit dem Erscheinen von Der sinnreiche Junker Don Quijote von der Mancha bis heute die Menschen in ihren Bann zieht? Und was hat Quijote mit dem Thema Führung zu tun? René Märtin und Georg Martensen geben in einem redaktionellen Beitrag darauf Antwort. Lesen »